Bowlingregeln

Grundsätzliche Regel:

Jeder Spieler einer Mannschaft spielt der Reihe nach mit einem Bowlingball auf die Pins (zehn Stück, in einem Dreieck aufgestellt). Der Spieler hat pro Durchlauf („Frame“) zwei Versuche, um alle Pins abzuräumen. Ein Spiel („Game“) besteht aus zehn Durchläufen.
Der Bowlingspieler strebt danach viele „Strikes“ (alle Pins fallen schon nach dem ersten Wurf) zu werfen, weil dies die meisten Punkte in der Wertung ergibt. Stehengebliebene Pins können im zweiten Wurf komplett abgeräumt werden. Der Spieler hat dann einen „Spare“ geschafft.
Fallen nach dem zweiten Wurf nicht alle Pins, spricht man von einem „Open Frame“.
Während des Spiels gibt es zehn Durchgänge, die Häuser (Frames), in welchen das jeweilige Spielergebnis im Spielformular eingetragen wird.

Aufbau der Bowlingbahn:

Die Bowlingbahn besteht aus lackiertem Holz oder aus Kunststoff. Üblicherweise wird sie regelmäßig mit einem dünnen Ölfilm überzogen. Das letzte Drittel der Bahn ist trocken. Bei einem Hakenball sorgt das Öl dafür, dass die Seitenrotation erst kurz vor den Pins Wirkung zeigt. Wäre die Bahn gänzlich ungeölt, würde jede Rotation den Ball unmittelbar in die Rinne befördern. Fortgeschrittene Spieler besitzen mehrere Bälle unterschiedlicher Härte und Oberflächenbeschaffenheit, um sich auf die wechselnden Bedingungen durch mehr oder weniger Öl auf der Bahn anzupassen.

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Die Bowlingbahn wird in folgende Bereiche eingeteilt:

tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Anlauf (Approach)
der Bereich, in dem sich die Spieler bewegen, um ihren Wurf durchzuführen.
tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Foulline
eine (meist) schwarze Linie, die Anlauf und Lauffläche voneinander abgrenzt. Zusätzlich ist diese durch eine Lichtschranke mit dem Computer verbunden. Wird diese ausgelöst, so wird für den Wurf ein F (Foul) eingetragen, die gefallenen Pins zählen nicht.
tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Lauffläche (Lane)
der 60 Fuß lange Bereich zwischen Anlauf und Pindeck. Dieser Bereich wird normalerweise von den Spielern nicht betreten. Der Ball durchläuft diesen Bereich auf seinem Weg zu den auf dem Pindeck stehenden Pins. Die Lauffläche ist geölt, um in erster Linie den Bahnenbelag zu schützen. Die Ölung macht aber auch für Sportler den Reiz des Spielens aus, da die Ölung ein mehr oder weniger anspruchsvolles Spiel verlangt.
Die Lauffläche ist wiederum in drei jeweils 20 Fuß lange Bereiche unterteilt, die Heads, die Pines und das Backend (ein Bereich zwischen Öl und Pins, der nicht geölt wird, um den Bällen Haftung zu geben und ihnen Zeit zu lassen, einen „Hook“ in Richtung Gasse zu schlagen)
tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Pindeck
der Bereich, in dem die Pins stehen
tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Rinne (Gutter)
die tieferliegenden Bereiche rechts und links neben Lauffläche und Pindeck.
tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Abmessungen
  1. Breite der Bahn: 41 Zoll (1,04 m)
  2. Länge des Anlaufbereiches: mindestens 15 Fuß (4,57 m)
  3. Gesamtlänge der Bahn: 62 Fuß und 103/16 Zoll (19,16 m)
  4. Länge von der Foul-Linie bis zum ersten Pin: 60 Fuß (18,29 m)
  5. Länge vom ersten Pin bis zum Ende des Pindecks: 343/16 Zoll (0,87 m)
tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Die Pins
Ein Pin besteht entweder aus einem Holzkern, der mit Kunststoff ummantelt ist, oder vollständig aus Kunststoff. Ein Pin ist 15 in (38,1 cm) hoch und hat einen Durchmesser von 4,75 in (12,06 cm). Die Masse liegt zwischen 3 lbs 6 oz (1,53 kg) und 3 lbs 10 oz (1,64 kg).

Erläuterung der Symbole und Bezeichnungen:

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Berechnung Scores anhand einiger Beispiele:

Das Resultat eines Spieles setzt sich aus der Anzahl der getroffenen Pins und deren Bonussystemen (Strike und Spare, s.o) zusammen. Das dritte Haus (Frame) wurde zu Ende gespielt.

Für die Berechnung wird im ersten Haus begonnen und Haus für Haus weitergerechnet:

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Der Spieler hat einen Strike geworfen. Es werden die nächsten beiden Würfe zum geworfenen Strike addiert. Hier im zweiten Haus den 1. und 2. Wurf.

Dies sind im folgenden Beispiel 3 und 7 Pins = 10 Pins „Spare“ im 2. Haus.

Eintrag 1. Haus: 10 + 3 + 7 = 20

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Der Spieler hat einen Spare geworfen. Die Anzahl der geräumten Pins des nächsten Wurfes müssen addiert werden. Hier im dritten Haus der erste Wurf, also 8.

Eintrag 2. Haus: 20 + 10 + 8 = 38

tl_files/de/spielregeln/berechnung_3.png
Eintrag 3. Haus: 20 + 3 + 7 + 8 + 8 + 0 = 46

Ausführlich: 10 (Strike) + 3+7 (plus die nächsten beiden Würfe, weil Strike) + 10 (Spare) + 8 (plus der nächste Wurf, weil Spare) + 8+0 = 46

Nach diesem Muster wird weitergezählt.

Maximal können in einem Spiel 300 Punkte mit zwölf Strikes erzielt werden (9 Frames und 3 Würfe im 10. Frame). Dies ist auch als „Perfect Game“ bekannt, welches in Bowlingkreisen sehr begehrt ist.

Spielarten:

tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Handicap:
Ein Handicap besagt, dass einem schwächeren Spieler (HDC) oder Team (THDC) von Vornherein ein Punkte-Vorsprung gegeben wird.
tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Ligamodus:
Im Ligamodus (Wechselbahn) werden zwei nebeneinander liegende Bahnen bespielt. Es muss jedes Haus abwechselnd auf der Nebenbahn gespielt werden. Somit ist Chancengleichheit im Bezug auf den Zustand der einzelnen Bahnen gewährleistet.
tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Low-Pin-Tap (7, 8 oder 9 Pin-Tap)
Es wird vereinbart, dass einzelnen oder allen Spielern eingeräumt wird, nach einem 7, 8 oder 9-er Anwurf (1. Wurf) einen Strike zu erhalten.
tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Low-Game
Der Spieler, welcher möglichst wenige Pins trifft, hat gewonnen. Trifft er allerdings keinen, dann wird ein Strike bzw. beim zweiten Wurf ein Spare (hier nicht erwünscht) gezählt.
tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Peacer
Sollte ein Spieler eines Teams verhindert sein, wird dessen Name im Spiel mitgeführt und dessen (Durch)Schnitt eingetragen.
tl_files/de/sonstige_grafiken/hoover_arrow.gif Übliches
Es ist gang und gäbe, dass nur ein Spieler den sogenannten „Anlauf“ betritt – hiermit ist der Bereich vor der Foullinie gemeint. Dies verhindert eine eventuelle Behinderung eines anderen Spielers, falls dieser gerade seinen Wurf ausführt. Dieser gilt als ausgeführt wenn der Spieler die Bowlingkugel losgelassen, und diese die Foullinie in Richtung der Pins überquert hat. Betreten zeitgleich Spieler zweier Bahnen den Anlauf, so hat der jeweils linke Spieler zu warten.                                                                                                     [Quelle: Vielen Dank! Wikipedia]